element
Ärztekammerwahl 2017 - Das Programm für angestellte Ärztinnen und Ärzte    

 

 Etablierung von Magnetkrankenhäusern

Die Arbeit im Krankenhaus hat in den letzten Jahren viel von seiner Attraktivität verloren. Mangelnde Platz- und Zeitressourcen bei zunehmender Dokumentationsflut, fehlende Versorgungskonzepte mit  Perspektiven sowie Wertschätzung und Entwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeiter in starren, hierarchischen Strukturen sind als Gründe zu nennen.

So ist die Zeit reif für einen Gesinnungswandel in Richtung Magnetkrankenhaus. Ein Konzept für ein Umfeld in dem Mitarbeiter mit hoher Fachkompetenz exzellente Patientenergebnisse erzielen und selbst eine große Zufriedenheit und geringe Fluktuationsrate aufweisen.

Kennzeichen eines Magnetkrankenhauses sind:

  • eine Infrastruktur mit einem den Berufsanforderungen entsprechenden bestmöglichen Arbeitsumfeld
  • Ermöglichung flacher hierarchischer Strukturen in allen Ebenen
  • Wertschätzung und Förderung der Expertise, Weiterbildung und Weiterentwicklung des einzelnen Mitarbeiters
  • transparenter Informationsfluss über alle Ebenen
  • Bereitschaft zur Veränderung und Einbindung der Mitarbeiter in zentrale Fragen der Weiterentwicklung


Umsetzung des Konzeptes zur Lenkung von Patientenströmen

Der ungelenkte Zugang von Patienten in Spitalsambulanzen, insbesondere mit Bagatellproblemen, ist im Sinne eines Konzeptes der Gesamtversorgung einzudämmen. Spitalsambulanzen sollten in einem abgestuften Versorgungssystem die letzte Anlaufstelle sein. Wir sprechen uns dafür aus, dass die ambulante Abklärung primär bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten stattfindet. Hierfür sind die entsprechenden Rahmenbedingungen im Kassenvertrag festzulegen, die einerseits Limite und Degressionen herausnehmen und andererseits die Vernetzung von Ordinationen leicht und unkompliziert ermöglichen. Die Etablierung von ambulanzartigen Strukturen wie PHCs erscheint nur dort sinnvoll, wo es nachgewiesenermaßen Versorgungsdefizite gibt. Weiters erachten wir Zentralambulanzen mit mehreren 100 Patienten am Tag für eine Fehlentwicklung.

 

Umsetzung der Ausbildungsreform 2015

Mit der Ausbildungsreform 2015 sind mutige Schritte in Richtung qualitätsvolle Ausbildung gesetzt worden. Die Umsetzung ist jedoch oftmals schwierig und scheitert teilweise an althergebrachten Befindlichkeiten. Zudem ist es in der Umsetzung zu extrem komplizierten Detailregelungen gekommen, die begradigt und berichtigt gehören. Das Ziel ist es, die Ausbildungsreform flächendeckend und vollinhaltlich umzusetzen, um so eine moderne Ausbildung für unsere Kolleginnen und Kollegen zu ermöglichen. Gleichzeitig ist darauf Bedacht zu nehmen, dass Kolleginnen und Kollegen, die ihre Ausbildung nach den Vorgaben der ÄAO 2006 machen, nicht benachteiligt werden.

 

Umsetzung der in der Gehaltsreform 2014 beschlossenen weiteren Aufstockung 2018 und 2021

Im § 14 der S I-Vereinbarung sind durch das KAAZG bedingte Reduktionen in den Journaldiensten im Grundgehalt einzupreisen. In 2 Etappen kommt es 2018 und 2021 zu weiteren Aufstockungen im Grundgehalt. Die Einhaltung dieser Vereinbarung ist daher strikt zu überwachen und gegebenenfalls bei Nichteinhaltung entsprechend einzufordern. Weiters ist die Umsetzung des vereinbarten Fortbildungszuschusses für Ärzte in Ausbildung endlich flächendeckend umzusetzen.

 

AKTION FREIER ARZT - Liste 3 - Team Meister / Werner

Damit der Beruf Arzt frei bleibt!

 
space
element